2. Die Kräuterkunde der Weisen Frau

I. Frühlingskräuter

- Erwachen und Entfaltung -


Mit den Frühlingskräutern öffnen wir uns dem Geist der Pflanzen und lernen die wechselseitigen Beziehungen im Kosmos verstehen, von denen wir ein Teil sind. In der Stille der Natur erspüren wir die Sprache und die Botschaften der Pflanzen, geben uns ihren Rhythmen hin und erkennen uns darin selbst. Wir öffnen uns für das große Wunder und schwingen uns so mit unserer Seele in die Mysterien der Schöpfung ein.

In einer besonderen Art der Beobachtung und Hingabe, in der Schulung unserer Intuition, in Meditationen und Ritualen können sich uns die Pflanzen in ihrem Wesen offenbaren und uns einbinden in ihre Mysterien.

Fruehlingskraeuterseminar In diesem Seminar nähern wir uns den Pflanzendevas, den lichtvollen Schöpfergöttern, die uns die Essenz und die Botschaft einer jeden Pflanze lehren. Sie führen uns zu den Kräutern des Frühlings wie z.B. dem Bärlauch und dem Löwenzahn und zeigen uns, wie wir Altes und Festgefahrenes loslassen können. Mit den Botschaften der Schlüsselblume und auch des Huflattichs lassen sie unser Herz sich öffnen, machen uns licht und weit für die Liebe und das Mitgefühl.

Wir ehren die göttlichen Kräfte des Frühlings mit der Liebesgöttin Freya in dem Jahreskreisfest Beltane, in dem die Natur in ihrer höchsten Exstase schwingt.


Geleitet von Gerda Schäfer-Brunckhorst

Termin: 18.04. - 21.04.2024
Beginn: Donnerstag 15.00 Uhr
Ende: Sonntag nach dem Frühstück und Abschlussrunde gegen 11.00 Uhr





II. Bäume

- Baumgefährten auf der Reise -


Schadenfreude Eingebunden in das ewige Rad des Jahres, in die Zyklen von Werden, Sein und Vergehen, begleiten uns die Bäume in unserem Leben auf vielfältige Weise. Bei einer Linde sagt man: sie kommt dreihundert Jahre, ist dreihundert Jahre und geht dreihundert Jahre. Was erzählt uns also die tausendjährige Linde in Wessobrunn oder die Ivenacker Eiche? Sie waren weit vor uns da und unsere Nachfahren können sie noch erleben. Für unsere Vorfahren bedeutete der Wald Schutzraum, Rückzugsort und die heiligen Hallen waren Orte der Zusammenkünfte, Einkehr und Kontemplation. Sie ernährten sich von den Gaben des Waldes und ihre Tiere fanden dort das Futter.

So können wir uns den Bäumen auf geistig seelischer Ebene nähern, erfahren in verschiedenen Meditationen das ureigene Wissen unserer Baumbegleiter, lernen sie als weise Lehrer, Ratgeber und schützende Gefährten kennen. Die Baumcharaktere, die ihnen innewohnenden Kräfte werden wir auf verschiedenen Wegen erkunden. Auf körperlicher Ebene unterstützen sie uns durch Tinkturen, Essenzen, Veraschungen und Räuchermischungen, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. So werden wir im Einklang mit dem Wachstumsstand der Natur uns unterstützende Mittel herstellen.

Wir erhalten einen Einblick in die Kräfte der Bäume, die durch die besonderen Ortskräfte geformt und in ihrer physischen Gestalt ihre Aufgabe und ihr Potential zeigen. Durch genaue Betrachtung und tiefe Meditation offenbaren sich ihre Erd-, emotionalen und kosmischen Kräfte. Auf vielen Ebenen stellen uns Bäume ihre Kräfte zur Verfügung, indem sie uns heilen, Lebensfreude und Vitalität steigern, den Geist beflügeln und unser Gemüt trösten.

Schadenfreude Und wir als Menschen in unserem eingebunden Sein sind aufgefordert, im Nehmen und Geben Balance zu halten. Wir sehen den heutigen Zustand unserer Wälder und Baumgefährten, und mit unserem geistigen Potential können wir in liebevolle Verbindung mit ihnen treten: Baumgebete, segnende Worte sprechen und Heilgesänge anstimmen und etwas zurück schenken. Bäume sind tief verwurzelt mit Mutter Erde und ihre Äste reichen in die hohen Himmel, sie stellen die Mittler zwischen den Welten dar und tragen die Weisheiten dieser Welten in sich. Wir können mit ihrer Hilfe uns mit den Sphären verbinden und unser irdisches und kosmisches Sein erfahren, tief hinabsteigen zu unseren Wurzeln und uns ins Licht erheben in die geistige Welt. Es gibt Bäume, wie die Eibe, die uns mit dem Dunklen konfrontieren und mit unseren Ahnenthemen verbinden. Und auch jene Kräfte, die die lichten Seiten hervorbringen, wie der Tanz der Birke im Frühjahr. Vielleicht begegnest du deinem Kraftbaum aus dem Kreis der Bäume, die wir in ihrer planetarischen Zuordnung der Wochentage kennenlernen.


Geleitet von Chris Reisenauer

Termin: 09.05. - 12.05.2024
Beginn: Donnerstag 15.00 Uhr
Ende: Sonntag Mittag (gegen 13.00 Uhr)





III. Frauenkräuter

- Göttliche Brücke zu unseren Energien -


Schadenfreude Mit dem Frauenkräuterseminar tauchen wir tief in die Geschichte der Weisen Frau und ihren Kräuterbeziehungen ein. Märchen, Mythen und Mysterien, göttliche Mächte und auch dunkle Kräfte ranken sich um die Kräuter, mit denen Frauen seit Urgedenken eine innige Verbundenheit lebten, von denen sie intuitiv ihre Geheimnisse erfuhren und sie zu nutzen wussten.

Schadenfreude Besonders die Kräuter standen seit alters her in einem engen Zusammenhang mit bestimmten Göttinnen als Archetypen und Prinzipien des Lebens und wurden einander zugeordnet. Einbindung, Erkenntnis und Weisheit können darüber erfahren und erlernt werden.

Wir tauchen tief in die feinstofflichen Botschaften des Frauenmantels, der Alchimilla, als eines der ältesten Frauenkräuter, ein. Wir erspüren die harmonisierenden und ausgleichenden Kräfte des Roten Klees. Wir lassen uns vom Isenkraut (Eisenkraut) verzaubern und ebenfalls von der Spiritualität der Artemisia ( Beifuß). Auch die sanfte Schafgarbe mit ihrer weiblichen, wärmenden Kraft wird uns berühren. u.a.m.

All diese Kräuter verwandeln wir zu Essenzen, die uns auf unserem Weg der Erkenntnis und Ganzheitlichkeit weiter helfen können, wie das Zubereiten von Hydrolaten, die uns mit der Feinstofflichkeit der Pflanzen in Berührung bringen, aber auch grobstoffliche Zubereitungen wie Vertreibungen, Salben und Zäpfchenherstellung.

Mit diesen Frauenkräutern, die der Frühsommer uns schenkt, und ihrer Entsprechung zu den Prinzipien der Göttinnen, lassen wir eine Brücke entstehen zu unseren sieben personalen Chakren , unserem feinstofflichen Energiesystem und den entsprechenden Kräutern, erspüren sie und stärken somit individuell unsere Kräfte und unser Wohlbefinden.

Im Jahreskreisfest Litha feiern wir die Wende der Sonne auf dem Höhepunkt ihrer Kraft und erahnen das zarte Einläuten in die dunkle Jahreszeit.

Wir vertiefen diese Prozess mit einem Chakrenyoga, geleitet von Sabine Tatjana Knück.
Sie sagt: Nimm über sanfte Yogaübungen Kontakt zu dir und deinen Chakren auf. Spüre deinen Körper, er ist ein Geschenk. Nimm ihn an, wie er ist, liebe ihn und tauche mit ihm in eine tiefere Präsenz in den Tag und in die Natur ein.


Geleitet von Gerda Schäfer-Brunckhorst


Termin: 06.06. - 09.06.2024
Beginn: Donnerstag 15.00 Uhr
Ende: Sonntag nach dem Frühstück und der Abschlussrunde gegen 11.00 Uhr





IV. Kräuterweihe und Räuchertage


Schadenfreude Es ist die Zeit der Reife und der beginnenden Ernte im Zyklus des Jahres, die Zeit der rot- schwarzen Göttin. Die fruchtbare Muttergöttin hält für uns bereit, was es zu ernten gibt. Ernten heißt einen klaren Schnitt zu vollführen, achtungsvoll dies zu ernten, was wir brauchen, bedeutet Leben zu beenden, um zu überleben. Es ist in unseren Zeiten der Fülle nicht im Bewusstsein verankert, wir werden es im Angesicht der Schnitterin lernen zu beherzigen.

Wir kommen zusammen im Kreis der Frauen und beleben das uralte Ritual des Kräuterweihestraußes, der mit seiner vollen Sonnenkraft uns in die dunkle Jahreszeit begleiten und unterstützen kann. Und es begegnen uns die Pflanzen des Sommers: im Zentrum die Königskerze, Mädesüß, Schafgarbe, Engelwurz, Artemisia... Der Hochsommer mit seiner Feuerkraft erinnert uns, die segnenden, reinigenden, erhellenden Kräfte der Pflanzen und heimischen Harze einzuladen und diese Kräfte mitzunehmen. Feuer, Wasser, Luft und Erde ...und das fünfte Element, der Äther, das Göttliche, was alles zusammenhält begegnen uns in den Pflanzenkräften. Über die Zuordnungen der Pflanzen zu den Planeten und Elementen können wir ebenfalls ihre Wirkkräfte erkennen. Ein nachhaltiges Erleben ist, sich mit dem Pflanzengeist zu verbinden, in eigener Auseinandersetzung kennenzulernen und so im Körperbewusstsein zu verankern.

Schadenfreude Räuchern, dem uralten Brauch, wahrscheinlich so alt wie die Begegnung des Menschen mit dem Feuer selbst, wollen wir uns zuwenden. Wir werden in Räuchermischungen die Pflanzen des Sommers einfangen, die uns durch die anspruchsvollen Zeiten begleiten. Sie können uns reinigen, stärken, erden, segnen, unsere spirituelle Entwicklung begleiten, entspannen, klären. Der Duft zieht tief in unseren Körper, Geist und Seele ein. Allein dies ist ein Geschenk der Natur an uns Menschen: Einatmen und Ausatmen und Entspannen. Wir werden erfahren auf welche verschiedene Weisen geräuchert werden kann, je nach Anlass und Möglichkeiten: mit oder ohne Kohle. Es wird verschiedene Körperräucherungen geben, Reinigung und Segnung und alte Anwendungen der über Jahrhunderte gewachsenen Kultur. Räucherrituale begleiten uns in verschiedenen Formen und wir tauchen ein in die Düfte, in die verschiedenen Kraftqualitäten der Pflanzenspirits. Welche Qualität unterstützt dich und deine Entwicklung, dein gutes Sein auf Mutter Erde und in Verbindung zu kosmischen Kräften?


Geleitet von Chris Reisenauer und Silke Hofmann

Termin: 01.08. - 04.08. 2024
Beginn: Donnerstag 15.00 Uhr
Ende: Sonntag Mittag (gegen 13.00 Uhr)





V. Wurzeln

- Hoffnungsträger durch die dunkle Jahreszeit -


Schadenfreude Das Wurzelseminar findet in der dunklen Jahreszeit statt; hier regiert in spiritueller Sicht die Weise Alte, die schwarze Göttin des Verfalls und des Todes, der nach der alten Tradition als ein Bestandteil des Lebens angesehen wird. Die Qualitäten dieser Jahreszeit sind die des Loslassen, die Konfrontation mit dem Tod und die des Trauerns, sowohl in der Natur als auch in uns selbst.

Es ist die Zeit, in der wir mit dem Jahreskreisfest Samhain in die Dunkelheit gehen und lernen, einen Weg in die Anderswelt, zu unseren Ahnen und zu unseren eigenen Wurzeln zu finden: denn die Schleier zwischen den Welten in dieser Jahreszeit sind dünn. Durch die Beschäftigung mit den Wurzeln der Kräuter, die wir in Achtung als Geschenk von Mutter Erde ausgraben, lernen wir auch, tief in unsere eigenen Wurzeln zu gehen und unsere Ahnen zu würdigen. Hier schließen wir uns an die alten keltischen Traditionen an, die einen sehr lebendigen Bezug zu ihren Ahnen hatten, den sie in besonderen Ritualen pflegten.

Auch wir wollen unsere Sichtweise zu unseren Ahnen demzufolge erweitern und sie in einem dafür gestalteten Ritual lebendig werden lassen. So können wir alte Tabus überwinden und tiefe Schichten unseres Sein wieder in unser bewusstes Leben nehmen.

Die Wurzelzeit ist eine Zeit des Kraftschöpfens, der Regeneration und der Hoffnung, da in der dunkelsten Zeit des Jahres das neue Licht gezeugt wird.

Und so lehrt uns die Qualität dieser Zeit in unsere eigene Dunkelheit hinab zu steigen und ein anderes Licht und Feuer als das in der äußeren Welt zu suchen und zu entfachen. Ein Feuer, das in uns brennt, wenn die Welt draußen düster ist: sich zurückzuziehen und in der äußeren Ruhe der Jahreszeit die innere zu finden, Kraft zu sammeln und neue Visionen keimen zu lassen. Dabei hilft uns eine alte vedische Feuerzeremonie: das Agni Hotra, in dem wir uns der schöpferischen Ordnung und den Gesetzen des Kosmos hingeben und dazu beitragen, das göttliche Licht in und um uns herum zu entzünden und zu verbreiten. In dieser Zeit nutzen wir auch die alte Tradition des Orakelns, um unter unsere Lebensoberfläche zu blicken und unsere innere, ganz eigene Dynamik hinter den Ereignissen der Realität zu erkennen.

Wurzeln als Repräsentanten des Elementes Erde sind unsere Begleiter in diesem Seminar: sie stehen für Stabilität und Beständigkeit, für Hoffnung und Geduld, für Beharrlichkeit und Verwurzeltsein im weitesten Sinne: Verhaltensweisen, die uns zu unserem tiefen Selbst kommen lassen. Im Einfluss des Elementes der Erde können wir in der Haltung der Weisen Frau, in der Beschäftigung mit den Wurzeln und ihrem Ausgraben das loslassen, was uns noch an die vergehende helle Jahreszeit bindet und uns dem zuwenden, was uns in der dunklen Zeit Kraft spendet.

Schadenfreude Die Wurzeln der Heilkräuter wie Beinwell, Engelwurz, große Klette, die Wegwarte, der Baldrian oder der Löwenzahn graben wir in liebevoller Dankbarkeit und Achtung vor der Schöpfung aus und verarbeiten sie zu Essenzen, die uns in den oben angesprochenen Prozessen unterstützen.

Besonders Wurzeln wurden seit urdenklichen Zeiten in der Kräuterkunde der Weisen Frau in rituellen Kraftgegenständen eingebunden. Dieses wurde besonders an energetischen Kulminationspunkten zelebriert. Und so werden auch wir in dem großen Jahreskreis Samhain diese Energien nutzen, um sie für unseren weiteren Lebensweg und unsere eigene Kraft zur Verfügung zu haben. Wir ehren damit die Göttin Ceridwen , die an ihrem Kessel steht und das hineinnimmt, was transformiert werden muss.


Geleitet von Gerda Schäfer-Brunckhorst

Termin: 17.10. - 20.10.2024
Beginn: Donnerstag 15.00 Uhr
Ende: Sonntag nach dem Frühstück und der Abschlussrunde gegen 11.00 Uhr